Die digitalen Rennserien

In den digitalen Serien können Rennen auf unserer großen, etwa 38 Meter langen, 4-spurigen Carrera®-Bahn wie auch auf der etwa 27 Meter langen, 2-spurigen Carrera®-Bahn ausgetragen werden. Dabei werden natürlich die digitalen Möglichkeiten des Carrera® Digitalsystems voll mit eingebunden. Es kann also überholt werden und Tankstopps in den Boxengassen sollten mit Blick auf den Tankinhalt nicht vergessen werden. Unsere digitalen Rennserien umfassen die Maßstäbe 1:32 und 1:24 und es können gleichzeitig 6 Fahrer/innen über die Kurse heizen.

 

 

Da die Startfelder grundsätzlich die Anzahl von 6 Fahrer/innen überschreiten, wird in mehreren Gruppen gestartet. Je nach Rennserie wird ein Qualifying durchgeführt, um die Gruppen- bzw. Startfelder zu ermitteln. Ein Rennabend besteht in der Regel aus 2 Rennen am gleichen Tag, d.h. jede/r startet zweimal ins Renngeschehen. Die Rennen sind zeitlich limitiert, d.h. am Ende zählt, wer in diesen Zeiten die meisten Runden gefahren ist. Bei Rundengleichheit, wer weiter vorne auf der Strecke ist bzw. der zeitliche Abstand zwischen diesen. Es kann also passieren, dass man beim 2. Rennen die Gruppe wechselt. Erreicht z.B. im 1. Rennen der Gruppe A ein Fahrer oder eine Fahrerin 99 Runden, im 1. Rennen der Gruppe B jemand z.B. 100 Runden, so fährt die Person aus Gruppe B im 2. Rennen in der Gruppe A und umgekehrt. Aus den Ergebnissen der einzelnen Gruppen wird das Gesamtergebnis errechnet.

 

Die Zeitmessung und Rundenzählung und viele weitere Funktionen übernimmt bei uns die Rennsoftware Slot-Lap®. Diese unterstützt auch die Berechnung der Tankinhalte, die über gut sichtbare Rennbildschirme für jedes Fahrzeug angezeigt werden. Ein regelmäßiger Blick auf die „Tanknadel“ ist generell von Vorteil um keine Strafen zu kassieren. Abgesehen davon, dass bei einem leeren Tank auf der Strecke das Fahrzeug deutlich langsamer fährt, was für sich schon ärgerlich sein dürfte, so kommt jetzt noch das „Straftanken“ hinzu. Für gewöhnlich dauert der Tankvorgang, je nachdem, wie voll man denn Tanken möchte, wenige Sekunden. Man muss also auch nicht Volltanken. Fährt man hingegen mit einem leeren Tank in die Boxengasse dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis der Tankvorgang beginnt bzw. abgeschlossen ist. Benötigt man zum Volltanken eines fast leeren Tanks z.B. 5 Sekunden, so dauert das Straftanken beispielsweise 15 Sekunden. Das sind Zeitverluste, die man nicht haben möchte. Auch das Straftanken wird von der Rennsoftware auf den Bildschirmen angezeigt. Zudem wird die letzte Runde bei Zielüberfahrt mit leerem Tank nicht gezählt.

 

Man sollte vor dem Weg in die Boxengasse auch mal schauen, ob dort nicht gerade ein „Straftanker“ die Spur länger blockiert. Die große Bahn verfügt über eine 2-spurige Boxengasse, somit ist es hier also möglich, sich eben nicht hinter einem „Straftanker“ einzureihen und dadurch wertvolle Zeit zu verlieren. Aber auch das kommt vor. Die kleine Bahn verfügt über eine 1-spurige Boxengasse. Das kann ja heiter werden bzw. sollte mit dem nächsten Tankstopp nicht bis zum letzten Tropfen gewartet werden um im Falle eines „Straftankers“ in der Boxengasse noch entspannt an diesem vorbei und weiterfahren zu können. Generell sind in den Boxengassen die Tankbereiche markiert, bei uns mit grünen Streifen bzw. LED’s. Kommt man darüber hinaus erst zum Stehen, auch nur mit einem Teil des Fahrzeuges, darf nicht getankt werden. Die Rennsoftware registriert übrigens auch Fehlstarts. Wer also vor dem eigentlichen Startsignal des Rennens bzw. der Läufe über die Start-/ Ziellinie fährt, dessen erste Runde wird nicht gezählt.

 

Strafzählen. Dies geschieht noch analog aber was ist das eigentlich? Im Renngeschehen kommt es immer wieder mal vor, dass ein Fahrzeug ein anderes aus dem Slot „kickt“. Gerade in Kurven kann dies durch das eigene Driften verursacht werden, wenn man im Innenradius fährt und direkt auf der äußeren Nebenspur noch ein Fahrzeug ist und dieses dann durch sein Driften oder Schleudern aus der Bahn wirft. Im digitalen Slotracing kommen dann auch als weitere Unfallquellen die Spurwechsel und Boxenausfahrt hinzu. So sollte im Blick behalten werden, dass nicht zu knapp die Spur gewechselt wird und dabei ein anderes Fahrzeug „ge-kickt“ wird. Bei der Boxenausfahrt sollte man ebenfalls schauen, kein anderes Fahrzeug von der Strecke zu fegen. Und wenn das doch alles oder eines davon passiert? Dann heißt es Strafzählen!

In der Boxengasse vor dem markierten Tankbereich gibt es einen blau markierten Bereich auf beiden Spuren der Boxengasse. Diesen muss man innerhalb der folgenden drei Runden nach dem Verstoß aufsuchen.

Nur innerhalb dieses Bereichs darf angehalten werden und dann müssen laut und deutlich im Sekundentakt 3 Sekunden heruntergezählt werden. Dies gilt für jeden „Kick-Verstoß“ einzeln (also keine Sammelstrafe und man zählt dann z.B. 6, 9 oder mehr Sekunden herunter). Zudem darf man anschließend nicht in den Tankbereich zum Tanken fahren, auch wenn es gerade so schön gepasst hätte.

Übrigens: Der oder die „ge-kickte“ wird dann an die Stelle auf der Strecke verbracht, wo das betreffende Fahrzeug vermutlich ohne diesen Zwischenfall wäre. Es ist zumeist so, dass der Verursacher oder die Verursacherin eigenartiger Weise im Slot bleibt und weiterfahren kann. So lässt sich die Position ganz gut bestimmen. Das Rennen wird im Falle eines „Kickens“, aus welchem Grund auch immer, durch die Rennleitung zur Klärung des Sachverhalts unterbrochen. Anschließend wird das Rennen wieder freigegeben.

 


Apropos Rennunterbrechungen: Diese gibt es im Slotarena Berlin e.V. beim digitalen Slotracing eigentlich nicht, es sei denn, es kommt zu eben erwähnten Ereignissen wie die des „Kickens“. Grundsätzlich geht das Rennen weiter, auch wenn jemand aus eigenem Verschulden aus dem Slot fällt, sprich: Abfliegt.

Es gibt aber Ausnahmen. Generell ist die nicht fahrende Gruppe dazu angehalten, sich als Einsetzer/in zu beteiligen. Das bedeutet, Gruppe A fährt seinen Lauf und Gruppe B verteilt sich rund um die Bahn an den Schwerpunktbereichen von selbst verursachten Abflügen, meistens Kurven. Diese Gruppe fungiert somit als „Einsetzer/innen“. Fliegt ein Fahrzeug aus der Bahn, de-sloted, fliegt ab, ergreift der Einsetzer oder Einsetzerin das Fahrzeug und setzt es schnellstmöglich wieder in die Spur – und zwar in die Außenspur der Bahn. Es ist egal, aus welcher Spur das Fahrzeug herausgeflogen ist, es wird immer in die Außenspur wieder eingesetzt. Alle anderen fahren ihr Rennen weiter. Sollte das Fahrzeug innerhalb von 3 Sekunden nicht eingesetzt werden können, wird das Rennen durch die Rennleitung unterbrochen. Gründe können vorliegen, wenn z.B. der Leitkiel des Fahrzeuges herausgerissen ist, das Fahrzeug so ungünstig auf der Bahn liegt, dass es innerhalb von 3 Sekunden nicht ergriffen und wieder eingesetzt werden kann.

 

In allen digitalen Rennserien werden die Punkte pro Rennen wie folgt vergeben:

Grundsätzliche Regelungen

Grundsätzlich besteht vor jedem Rennstart zeitlich noch die Möglichkeit, seine Fahrzeuge ausgiebig zu testen oder vorzubereiten. In der Regel etwa eine Stunde vor Rennstart (freies Training). Noch und nur vor dem ersten Rennen dürfen die Reifen geschliffen und gereinigt werden. Spezielle Reifenreiniger oder Benzin sind erlaubt, die Verwendung von Haftmitteln wie z.B. Tiger Grip® sind nicht zulässig. Vor dem ersten Rennen des Tages werden die Fahrzeuge durch die Rennleiter technisch abgenommen. Die Fahrzeuge werden der Rennleitung geöffnet übergeben. Es wird also überprüft, ob die Vorgaben des jeweils gültigen Reglements eingehalten werden. Bis zum Rennstart kommen die Fahrzeuge anschließend in den Parc fermé, sie dürfen also nicht mehr verändert werden. Im Klartext: Finger weg! Direkt vor den Rennstarts dürfen die Reifen mit Klebeband gereinigt (abgezogen) werden.

Zwischen den Rennen eines Renntages dürfen weder Reifen noch das Fahrzeug gewechselt werden. Ausnahme: Sollte ein Fahrzeug einen irreparablen Defekt aufweisen, so kann ein Ersatzfahrzeug genutzt werden. Dafür werden jedoch 2 Runden abgezogen.
Generell sind für die Rennserien im Maßstab 1:24 nur die Slotdevil©® Motoren 5062 zugelassen. Übergangsweise ist der originale Motor von Carrera® erlaubt. Im Slotarena Berlin e.V. haben wir immer ein paar  Motoren vorrätig. Bei Motoren ohne die Bezeichnung 5062 wird die Drehzahl mittels eines Lasermessgerätes am Hinterrad überprüft. Wird die Drehzahl von 3900 U/min überschritten, ist der Motor zu wechseln, da es sich um einen Motor handeln könnte, der vor allem beim Drehmoment abweichende Leistungsmerkmale aufweisen könnte. Bei Fahrzeugen, die nicht dem Reglement entsprechen, entscheidet die Rennleitung über die Tageszulassung.
Abweichende oder ergänzende Regelungen sind ggf. in den Reglements der jeweiligen Rennserie verzeichnet.

Für jede Rennserie gibt es eine Anzahl an Wertungsrennen, welche unter der Anzahl tatsächlicher Renntermine liegt. Dies hat den Vorteil, dass man nicht an jedem einzelnen Rennen teilnehmen muss. Manchmal fehlt die Zeit oder andere Gründe liegen vor. Hat man am Ende der Saison dennoch mehr Rennen als die Anzahl der Wertungsrennen absolviert, so werden nur die Rennen mit den besten Ergebnissen gewertet. Es darf also auch mal ein Renntag richtig schlecht laufen – somit wäre
dies dann quasi ein Streichergebnis. Ein Rennen wird erst ab 3 Teilnehmer/innen gewertet. Ach ja, und sollte man mal nicht können, braucht man sich nicht zu rechtfertigen. Es gibt keinen Startzwang!

Was wird gefahren?

Carrera® DTM 32

Auch wenn sich die reale DTM verändert hat, so fahren wir diese Rennserie weiterhin mit den Tourenwagen ausschließlich von Carrera® im Maßstab 1:32. Mit einigen übersichtlichen Tuningmaßnahmen lassen sich diese Fahrzeuge auch für Einsteiger schon startbereit machen.  In dieser Serie verfolgen wir das Prinzip der “balance of performance”, d.h. durch Anpassungen an den Fahrzeugen werden schnellere Fahrer/innen  “eingebremst” und langsamere Fahrer/innen erhalten die Möglichkeit zum Gesamtfeld aufzuschließen, so dass wir ein nahezu homogenes Fahrerfeld haben. Umgesetzt wird dies mittels stärkerer oder schwächerer Wirkung des Mittelmagneten. Dies erfolgt von Rennen zu Rennen.
In dieser Rennserie wird auch eines unserer Event-Rennen – das 3 Stunden DTM 32 Langstreckenrennen – ausgetragen in welchem 6 Teams und jeder Fahrer mit seinem persönlichen Fahrzeug antritt.
(direkt zur Rennserie)

Carrera® DTM 24

Hier werden, wie auch bei dem kleineren Pendant, weiterhin die Tourenwagen, jedoch im Maßstab 1:24 von Carrera®, gefahren. In dieser Rennklasse kann man sich im Bereich Tuningmaßahmen schon sehr gut austoben, z.B. mit Federungen, dem Achsumbaukit von Frankenslot® und vieles mehr ist zugelassen und möglich.
(direkt zur Rennserie)

GT 32

In dieser Rennserie sind GT-Fahrzeuge im Maßstab 1:32 von den Hertsellern Carrera® als auch von Scalextric® zugelassen. Ähnlich der Serie Carrera® DTM 32 kann auch hier mit übersichtlichen Tuning- und Umbaumaßnahmen in die Rennen gestartet werden. Auch diese Rennserie verfolgt das Prinzip der “balance of performance” um jedem Rennteilnehmer/in die Möglichkeit zu bieten, ganz vorne mit dabei zu sein. Umgesetzt wird dies durch das Einmessen und Anpassen der Mittelmagnetkraft, so dass das Fahrerfeld zeitlich dichter zusammenrückt. Die Anpassungen erfolgen von Rennen zu Rennen.
(direkt zur Rennserie)

Carrera® GT 24

Die großen der GT`s, also im Maßstab 1:24 von Carrera®, gehen in dieser Rennserie an den Start. Mit übersichtlichen Tuning- und Umbaumaßnahmen kann es auch hier gleich mit dem Slotcraing so richtig losgehen – ähm – losgefahren werden!
Mit den GT 24ern wird übrigens auch eines unserer Event-Rennendie 12 Stunden der Slotarena – ausgetragen. In realen 12 Stunden treten 6 Teams gegeneinander an. Dieses Rennen fließt jedoch nicht in die Saisonwertung ein.
(direkt zur Rennserie)

Slotarena Berlin e.V.
Saalmannstr. 9
Haus 2, Treppenhaus 4 (TH4)
13403 Berlin

Tel.: +49 152 241 635 39
Tel.: +49 176 984 407 09

Mail: info[at]slot-arena.de

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